Warum „Seed ins Bankschließfach“ meistens scheitert
Die naheliegende Idee, die Seed Phrase einfach ins Bankschließfach zu legen, hat zwei blinde Flecken. Erstens: Zugriff auf Bankschließfächer wird im Todesfall durch Erbschein geregelt, was oft Monate dauert. Zweitens: Seed plus Hardware Wallet am gleichen Ort – etwa beides zu Hause oder beides im Schließfach – ist formal Single Point of Failure. Wer das Schließfach findet oder Zugriff per Vollmacht hat, hat das komplette Vermögen.
Ein robuster Nachlassplan arbeitet deshalb mit Standorttrennung: Teile des Backups liegen getrennt, eine Wiederherstellung ist nur durch Kombination mehrerer Quellen möglich. Moderne Anbieter wie Asservato oder Trisor bieten bankenunabhängige Schließfächer mit strukturierteren Zugriffsregelungen als klassische Banken – das löst einen Teil, aber nicht alle Probleme.